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 Beschuetzer
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Wer schläft, sündigt nicht, oder...

Schneespuren

Nachdem ich mein Revier auskundschaftet hatte, galt es diesen Schatz gegen alles und jeden zu verteidigen. Da konnte nicht einfach so ein fremdes Wesen herum-
spazieren. Die kleinsten Feinde waren die Vögel. Mit einem Satz jagte ich sie auf die umstehenden Bäume, immer ein Spaß. Dann gab es die etwas größeren Vierbeiner. Ich weiß, nicht alle meiner Artgenossen kennen dieses Problem, ich schon - Katzen!
Sie hinterlassen ihre Düfte gerade dort, wo ich sie überhaupt nicht gebrauchen kann, so sorge ich regelmäßig dafür, dass sie sich auch ordentlich bewegen. Dann gibt es noch die menschlichen Ein-
dringlinge, Briefträger und Boten aller Art. Natürlich ist die Postbotin eine liebe Tante, aber das kann sie ja woanders sein. Weniger gefährlich sind die Vorbei-
gänger - wenn sie nicht stehen bleiben und über den Zaun gaffen. Ein kurzer Sprint zum Zaun, ein bisschen Bellen und schon ist die Gefahr vorüber. Vorsichtiger musste ich mit der menschlichen Verwandtschaft sein. Es gab regelmäßig Schimpfe, dabei wollte ich doch nur meine Pflicht tun und wer regelmäßig kommt und immer schön lieb zu mir ist, zu dem bin ich ja auch ganz artig. Diverse Unannehmlichkeiten bereitete ich meinen Artgenossen, wenn sie es wagten, sich über mein Grundstück zu bewegen. Da gab es zum Beispiel einen Dackel, der wollte das einfach nicht begreifen und ich trieb ihn regelmäßig mit Freuden in die Enge. Die Hunde der Nachbarschaft interessierten mich weniger. Ab und zu beschnupperten wir uns, aber mehr auch nicht.

So vergingen die Tage, Wochen, Jahre ohne bedeu-
tende Vorkommnisse. Nur an meinem Hinterbeinchen veränderte sich etwas, aber das ist eine andere Geschichte.

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