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Mittlerweile haben wir uns beide daran ge- wöhnt. Ich darf immer noch mit ins Büro. Frauchen mein, ich bewege mich, als wäre ich mit drei Beinen auf die Welt gekommen. Das Fell ist fast vollständig nachgewachsen und es fällt erst auf den zweiten Blick auf, dass mir ein Bein fehlt. Im Alltag gibt es einige Dinge, die man einkalkulieren muss. Nach langen Wanderungen bekomme ich jetzt Muskelkater und dagegen homöopathische Mittel. Treppensteigen ist nur bei Teppich- auflage möglich, gewöhnlich werde ich getragen (was bei der Suche nach einer neuen Wohnung nicht gerade förderlich ist). Treppab schaffe ich es allein, auch aus dem Auto springe ich sehr elegant. Die Begegnung mit anderen Hunden ist nicht immer einfach. Ich verliere das Gleichgewicht, wenn ich an der kurzen Leine hänge. Solche seltenen Situa- tionen lassen sich nur im Sitzen bewältigen. Mit vielen Hunden verstehe ich mich pro- blemlos, sogar mit Rüden, wenn wir nicht angeleint sind. Trotzdem hat Frauchen immer ein komisches Gefühl bei solchen Begeg- nungen, schließlich bin ich nicht mehr so wendig und an dem Stummelchen auch sehr verwundbar. Ich mag es auch nicht besonders, wenn ein Hund seine Nase in die Richtung steckt. Manchmal versuche ich auch, mein Defizit durch Bellen auszuglei- chen. Meine Kondition muss noch trainiert werden
Alles in allem ist Frauchen jetzt heilfroh, die richtige Entscheidung getroffen zu haben. Mit den kleinen Problemchen kann man sich arrangieren. Ich bin ein fröhliches Hundchen und werde regelmäßig beim Spazierengehen bewundert von Passanten, Hundebesitzern und von Frauchen.. |