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Meine Geschwister verschwanden einer nach dem anderen auf für mich unerklärliche Weise. Nur einen Bruder sollte ich später einmal wiedersehen, vertragen wollten wir uns aber nicht mehr (unter uns gesagt, er war ein Störschwein). Eines Tages kam mein Frauchen. Ihr Spielen war nur Tarnung! Plötzlich nahm sie mich mit, steckte mich in einen Karton und stieg mit mir in einen fürchterlich knatternden Kasten. Ich verstand das alles nicht. Auf einmal war ich ganz allein mit fremden Leuten, die mich an einen fremden Ort brachten. Warum? Ziemlich schnell begriff ich, dass es jeder gut mit mir meinte und die neue Umgebung wahnsinnig aufregend war. Mein Frauchen sah ich nur abends, denn ihre Behausung war noch nicht fertig, im Gegensatz zu meinem Reich. Dort hatte ich alles unter Kontrolle und es war immer jemand da, der mit mir spielte oder mich fütterte. Die meiste Zeit verbrachte ich wohl im Schlaf - übrigens noch heute mein Lieblingszeitvertreib. |
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So ein Teich ist etwas Feines! Da kann man sitzen und beobachten und immer schön die Enten im Auge behalten. |
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Die halbe Welt schien sich um mich zu drehen. Bald hatte ich mein Reich erkundet, die besten Aussichtsplätze reserviert und mich an das schöne Leben gewöhnt. Frauchen hatte jetzt mehr Zeit für mich und ging viel mit mir im Wald spazieren. Wann immer es ging, waren wir zusammen. Nachts allerdings sollte ich allein bleiben und die Enge meiner Hütte gefiel mir gar nicht. So zog ich mit aller Mühe sämtliche Decken vor die Hütte und schlief im Freien. Immer wieder sollte ich dazu bewegt werden, in der Hütte zu schlafen - keine Chance, selbst als der Winter kam. Wegen des vielen weißen Zeugs, dass dann einfach so vom Himmel fiel und herrlich kalt und nass war, verlegte man mein reich an eine geschütztere Stelle. Auch die Hütte zog um, was völlig überflüssig war. Leider war mir nun die Rundumsicht versperrt. Meinem Unmut darüber und über die aufgrund der Kälte immer selteneren Besuche meiner Menschen machte ich lautstark Luft. Der Erfolg ließ nicht lange auf sich warten. Immer öfter durfte ich in der warmen Stube bleiben und mein Schlafplatz war kurzerhand in den Flur verlegt worden. Für mich herrschten paradiesische Zustände und ich dankte es mit "pflegeleichtem", ausgeglichenem Verhalten. So wie die Wochen vergingen, wuchs ich heran und ließ es mir gut gehen. |
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