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Meiner abenteuerliche Ausreisserzeit sollte durch eine Kastration eine Ende gesetzt werden. Natürlich wurde Frauchen vorher informiert, dass ich mich in jedem Fall verändern würde (das war ja wohl auch der Sinn der Übung). Dick könnte ich werden und aggressiv und wer weiß, was noch alles. Es half alles nichts! Der Termin stand fest. Als wir zur vereinbarten Zeit das überfüllte Wartezimmer betraten, war keine weibliche Stimme aus dem Behandlungszimmer zu vernehmen - meine Tierärztin war plötzlich krank geworden und ein Vertreter hatte den Dienst übernommen. Man spürte im Wartezimmer deutlich das Misstrauen der anderen, es gab sogar Leute, die wieder gingen, als sie erfuhren, wer die Vertretung übernommen hatte - wir blieben. Der Arzt wollte die Kastration nur sehr widerwillig durchführen. Gegen die narkose wehrte ich mich nach Kräften. Ich habe keine Ahnung, was da mit mir passierte, während ich schlief. Wieder zu Hause, wollte ich nur schlafen und meine Wunde lecken. . |
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Frauchen wachte über jede Bewegung und hielt mich vom Lecken ab.Nachts ging das natürlich nicht und am nächsten Morgen fand man mich umgeben von großen Blutflecken mit einer immer noch offenen Wunde. Nach dem besorgten Anruf bei der Tierärztin sollte ich tagsüber beobachtet werden. Am Nachmittag war dann doch der erneute Besuch in der Praxis erforderlich. Es stellte sich heraus, dass ein Gefäß nicht richtig abgebunden worden war - Kunstfehler nennt man sowas. So begann die Prozedur aufs Neue. Wieder sollte ich schlafen, nur diesmal war Frauchen dabei und half. Jetzt konnte ich mich innerhalb weniger Tage vollständig erholen. Die Veränderung sah man mir bald an. Wie Frauchen sich das gewünscht hatte, war ich deutlich ruhiger und die Damenwelt ließ mich kalt. Jedes Leckerchen aber sah man mir an. Da ich reichlich davon zugesteckt bekam, nahm ich ziemlich zu, so dass sich auch die Anzahl der Spaziergänge erhöhte. |
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